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Freie Plätze 01.08.2021 – 31.12.2028

Waldschule

Das Bergwaldprojekt versteht sich seit der Gründung im Kontext der Waldsterbensdebatte in den 80er Jahren als Plattform für alle, die Verantwortung für den Schutz und Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen übernehmen wollen.

  • Ein wichtiges Ziel des Arbeitseinsatzes ist es, den TeilnehmerInnen einen Zugang zu den Zusammenhängen in der Natur sowie zur Verbindung zwischen dem Zustand der Natur und unserem Leben(sstil) zu ermöglichen.
  • Ziel ist es weiterhin, durch den Arbeitseinsatz ganz konkret vor Ort, durch die während des Einsatzes verrichteten Arbeiten, eine ökologische, gemeinwohlorientierte Stabilisierung der bearbeiteten Ökosysteme zu gewährleisten.
  • Der Bereich der Waldschule hat sich spezialisiert auf Projekte mit Jugendlichen in Einzel- wie auch Gruppenanmeldung, sowie integrative Projekte mit Menschen mit Behinderung.

Seit 2006 organisiert das Bergwaldprojekt auch Projektwochen für Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener in Zusammenarbeit mit Bildungs- und sozialen Einrichtungen. Unsere Waldschule ist ein wirkungsvoller Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung unabhängig von Vorerfahrungen, Vorwissen und sozialem Hintergrund. Das Leben und Arbeiten in der Natur während der Projektwoche integriert vielfältige Bildungselemente:

Soziale Akzeptanz: Alle Teilnehmer*innen sind unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund eingeladen und willkommen, sich an den systemrelevanten, ökologischen Naturschutzarbeiten zu beteiligen. Leistungsbezogene Bewertungen werden bewusst vermieden, um Entwicklungen frei von Wettbewerbsdruck zu ermöglichen.

Naturerfahrungen: Der sinnliche Kontakt und die aktive Arbeit mit der Natur bringen intensive Naturerfahrungen.

Umweltwissen: Aus der unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Natur entsteht Interesse und Verständnis für Zusammenhänge in der Natur und die Bedrohungen der natürlichen Lebensgrundlagen.

Umwelthandeln: Die Erfahrungen und Einsichten motivieren für sinnvolle und gemeinwohlorientierte Haltungen und Handlungen – auch über die Waldschulwoche hinaus.

Die Waldschule kann Bildungs- und soziale Einrichtungen dabei unterstützen, die nachhaltige Entwicklung ihrer Gruppen zu fördern. Nach Vorabsprache können pädagogische Schwerpunkte integriert werden.

Auflistung der Projektmaßnahmen

Die Naturschutzarbeit bestimmt den Rahmen der Projektwoche: Von 8 bis ca. 17 Uhr werden draußen im Wald, Moor oder Offenland ökologisch sinnvolle Maßnahmen mit Handwerkzeugen durchgeführt. Diese werden fachkundig vom Team des Bergwaldprojekts vorbereitet und angeleitet und deren Hintergründe erklärt. Gegebenenfalls werden die Einsätze mit wald- und wildnispädagogischen Einheiten ergänzt. Die Arbeiten variieren je nach Einsatzort und Jahreszeit und werden von den ökologischen Erfordernissen und naturschutzfachlichen Planungen vorgegeben. Übliche Arbeiten sind Pflanzungen (im Frühjahr und im Herbst), Wald- und Biotoppflegemaßnahmen, Zaunbau, Einzelschutz von Jungpflanzen, Bekämpfung invasiver Arten, Steig- und Wegebau, Hochsitzbau, Bachrenaturierungen und Moorwiedernässungen.

Als Unterkünfte mietet das Bergwaldprojekt Freizeitheime oder Zeltplätze. Vom Einkauf bis zur Zubereitung kümmert sich unser Küchenteam um eine vegetarische / vegane, saisonale und biologische Verpflegung der Gruppen. Die Abende können für individuelle oder gemeinschaftliche Aktivitäten und Gespräche genutzt werden.

Wir arbeiten ausschließlich auf Flächen der öffentlichen Hand und kooperieren mit staatlichen oder kommunalen Forstbetrieben und Naturschutzzentren. Anmeldungen können in der Zeit zwischen April und September für eine Projektwoche im folgenden Kalenderjahr erfolgen. Wenn Sie Interesse an einem Einsatz mit unserer Waldschule haben, nehmen Sie gerne jederzeit Kontakt auf.

Die Struktur der Wocheneinsätze sieht dabei wie folgt aus: Die Anreise erfolgt am Sonntagnachmittag, damit ausreichend Zeit für Unterkunftsbezug und gemeinsames Kennenlernen verfügbar ist. Die Arbeitstage beginnen um 6:00 Uhr mit dem Wecken; um 6:30 Uhr gibt es das Frühstück noch in der Unterkunft. Ab ca. 8:00 Uhr beginnen die Arbeitseinsätze in betreuten Gruppen im Wald, dort gibt es auch ein Mittagessen. Nach dem Ende der Arbeiten gegen 17:00 Uhr kehren wir zur Unterkunft zurück und um 19:00 Uhr gibt es das gemeinsame Abendessen. Abreise erfolgt Samstag morgen. Inhaltliches Begleitprogramm wird fortlaufend und in Rücksprache mit / nach Interessen der Gruppe angeboten, in jeder Woche gibt es eine halbtägige Exkursion. Auch ist eine Anmeldung als Gruppe und Einzelperson an einem unserer Pflanztage möglich. Dies sind eintägige Einsätze, an denen zum Beispiel Bäume gepflanzt werden.

 

Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt

Mitmachen kann jede*r, forstliche oder naturschutzfachliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Eine Teilnahme in unseren Projekten ist ab 14 Jahren möglich.
Grundsätzlich gibt es kaum Teilnahme-Einschränkungen für die Einsätze, was die Art und den Grad der Behinderung angeht.

Eine Gruppenanmeldung ist ab 15 Teilnehmenden möglich.

Maßnahmen zur Sicherstellung der Langzeitwirkung

In der Veröffentlichung „Vom Wald in die Welt. Naturschutzarbeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Jugendlichen“ im oekom Verlag lassen sich Beobachtungen und Überlegungen zur Langzeitwirkung nachlesen.

Alle geleisteten Arbeiten werden dokumentiert, in einem Geoinformationssystem erfasst und vom jeweiligen Projektpartner (örtliche Forst-, Naturschutz- oder Nationalparkbehörde) nach Abschluss der Arbeiten abgenommen. Zusätzlichen werden quantifizierbare Maßnahmen, wie z.B. Baumpflanzungen mit einem internen Monitoring begleitet, um den Erfolg sicherzustellen und ggf. Nachbesserungen durchzuführen. Zudem erstellen wir spezifische Projektberichte und ausgewählte Dossiers zu den Einsatzwoche, um unseren Unterstützenden ebenfalls unsere sozialen und ökologischen Wirkungsräume aufzuzeigen.

Im Rahmen des Projektes „Natur (er)leben!“ in der Zusammenarbeit durch das Bergwaldprojekt e.V. und Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe (BVkE) e.V. entsteht in den Jahren 2023 bis 2028 eine Evaluation.

Kurzvideo zum Projekt

Logo Bergwaldprojekt
Projektinfos
Projektverantwortliche Organisation
Bergwaldprojekt e.V.
Ansprechperson
Sharka Dammig
waldschule@bergwaldprojekt.de
Partnerschaften
Schulen, Ausbildungsstätten, Lebenshilfen, Werkstätten & Behinderteneinrichtungen
Projekt besteht seit:
01.01.2006
Anzahl der mit dem Projekt erreichten Kinder
700
Bundesländer
  • Bundesweit
Zielgruppen
  • Familien
  • Vereine
  • Weiterführende Schulen
Themenfelder
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Klima- und Umweltbildung