BNE leicht gemacht – Folge 3: Unterricht mit Wirkung
Einleitung
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) – Verantwortung übernehmen
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verfolgt ein zentrales Ziel: Kinder und Jugendliche sollen lernen, Verantwortung für ihr eigenes Handeln und für die Zukunft unseres Planeten zu übernehmen.
Dabei geht es nicht nur darum, Wissen über Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln. Vielmehr sollen junge Menschen verstehen, dass ihre Entscheidungen Auswirkungen auf Umwelt, Gesellschaft und zukünftige Generationen haben.
Im Zentrum der BNE steht deshalb die sogenannte Gestaltungskompetenz. Sie beschreibt die Fähigkeit, nachhaltige Entwicklungen zu verstehen, Entscheidungen abzuwägen und gemeinsam Lösungen für eine lebenswerte Zukunft zu entwickeln.
Im pädagogischen Alltag bedeutet das: Lernangebote sollten Kindern und Jugendlichen ermöglichen, selbst aktiv zu werden, Verantwortung zu übernehmen und eigene Ideen einzubringen.
In dieser Ausgabe unserer Blogreihe „BNE leicht gemacht“ stellen wir Ihnen drei kostenlose Unterrichtsmaterialien vor, mit denen sich Kinder und Jugendliche in Kita, Grundschule und Sekundarstufe altersgerecht mit Umwelt- und Klimaschutz sowie ihrem eigenen Handlungsspielraum auseinandersetzen können.
Nachhaltig Verantwortung lernen
Drei Ideen für unterschiedliche Altersgruppen
Kinder und Jugendliche entwickeln Verantwortungsbewusstsein besonders dann, wenn sie selbst aktiv werden können. Projekte, Gespräche und kreative Aufgaben ermöglichen es ihnen, eigene Ideen einzubringen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Solche Lernformate gehören zu den wichtigsten Ansätzen im Unterricht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, da sie Selbstwirksamkeit und Beteiligung fördern.
Hier finden Sie drei konkrete Anregungen, wie sich Nachhaltigkeit und Verantwortung im Alltag umsetzen lassen.
Für die Kita
Titel: Wir beschützen die Erde.
Mit dem Lernposter „Wir beschützen die Erde“ entdecken Kinder spielerisch erste Zusammenhänge von Umweltschutz. Gemeinsam überlegen sie beispielsweise:
- Warum dürfen wir Müll nicht in die Natur werfen?
- Wie können wir Wasser sparen?
- Warum müssen wir Pflanzen und Tiere schützen?
Durch Gespräche, Beobachtungen und ein Zuordnungsspiel lernen die Kinder, dass auch kleine Handlungen im Alltag zum Schutz unserer Umwelt beitragen können.
Das Material eignet sich besonders für erste BNE-Projekte in der Kita, bei denen Kinder lernen, Verantwortung für ihre Umwelt zu übernehmen.
Für die Grundschule
Titel: Was ist Umweltschutz?
Dieses Lernposter lädt Kinder dazu ein, gemeinsam über die Bedeutung von Umweltschutz nachzudenken.
Die Schülerinnen und Schüler sammeln eigene Ideen und Beispiele für umweltbewusstes Verhalten im Alltag. Gleichzeitig reflektieren sie, warum der Schutz unserer Umwelt nicht nur für uns heute, sondern auch für zukünftige Generationen wichtig ist.
So entwickeln sie ein erstes Verständnis dafür, dass verantwortungsbewusstes Handeln ein wichtiger Teil nachhaltiger Entwicklung ist.
Für die Sekundarstufe
Thema: Klima- und Umweltschutz – Poster erstellen
In dieser Unterrichtseinheit setzen sich Jugendliche mit ihrem eigenen Einfluss auf Klima und Umwelt auseinander.
Die Schülerinnen und Schüler entwickeln gemeinsam konkrete Ideen für eine Klima- oder Umweltaktion, planen deren Umsetzung und gestalten anschließend ein Poster oder eine Collage, um ihre Ideen sichtbar zu machen.
Solche Projekte fördern BNE-Kompetenzen wie Partizipation, Zukunftsdenken und verantwortungsbewusstes Handeln.
BNE-Material herunterladen: „Klima- und Umweltschutz“ – Unterrichtsanregung für die Sekundarstufe.
Warum Verantwortung übernehmen für BNE-Unterricht so wichtig ist
Nachhaltige Entwicklung erfordert Menschen, die bereit sind, Verantwortung für ihr eigenes Handeln und für gemeinsame Entscheidungen zu übernehmen.
Verantwortungsorientierte Lernsettings fördern deshalb zentrale Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung.
- Verantwortung unterstützt Partizipation
Wenn Lernende eigene Ideen entwickeln und Projekte umsetzen dürfen, erleben sie, dass sie aktiv an gesellschaftlichen Veränderungen mitwirken können. - Verantwortung stärkt Gestaltungskompetenz
Kinder und Jugendliche lernen, die Folgen ihres Handelns zu reflektieren und Entscheidungen im Hinblick auf Umwelt und Gesellschaft abzuwägen. - Verantwortung fördert Zukunftsdenken
BNE regt dazu an, die Auswirkungen heutiger Entscheidungen auf kommende Generationen zu berücksichtigen.
BNE konkret: Wie verantwortungsorientiertes Lernen zentrale Prinzipien stärkt
Verantwortungsorientierte Lernprojekte greifen mehrere zentrale Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung auf.
| Prinzip / Ziel | Beitrag kreativer Projekte |
|---|---|
| Gestaltungskompetenz | Lernende entwickeln eigene Ideen und setzen Projekte um |
| Partizipation | Kinder und Jugendliche gestalten Lernprozesse aktiv mit |
| Vorausschauendes Denken | Entscheidungen werden im Hinblick auf zukünftige Auswirkungen reflektiert |
| Kooperation | Nachhaltigkeitsprojekte werden gemeinsam geplant |
Fazit
Verantwortung als Schlüssel zu nachhaltigem Lernen
Kinder und Jugendliche lernen Verantwortung am besten, wenn sie selbst aktiv werden können.
Die in diesem Beitrag vorgestellten Unterrichtsmaterialien zeigen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kita und Schule praktisch umgesetzt werden kann: durch Gespräche, Projekte und kreative Aufgaben, bei denen junge Menschen erleben, dass ihr Engagement Wirkung entfaltet.
Ob beim Schutz von Pflanzen und Tieren, beim Nachdenken über Umweltschutz oder bei eigenen Klimaaktionen, nachhaltiges Lernen entsteht dort, wo Kinder und Jugendliche erkennen:
Ich kann etwas verändern.
Mehr Ideen für nachhaltigen Unterricht finden Sie auch in unserem Beitrag „BNE leicht gemacht: Kreativität nachhaltig fördern“, der zeigt, wie kreative Methoden nachhaltiges Lernen unterstützen.